- Milence, Daimler Truck, MAN Truck & Bus, und Scania zeigen wie schnell das Laden von E-Lkw funktionieren kann
- MCS Schnelladen zentraler Baustein für weitere Skalierung der E-Mobilität
- Volle Aufladung von Lkws während der Ruhepause jetzt möglichFull charging of trucks during the rest break is now possible
Amsterdam, Niederlande / Hannover, Deutschland – 14. September 2026 – Milence, dem führenden Betreiber von Ladestationenfür Elektrofahrzeuge schweren Fahrzeuge wurde von Daimler Truck, MAN Truck & Bus und Scania bei einer Vorführung des Megawatt-Ladesystems (MCS) am Pressetag der IAA TRANSPORTATION, um zu zeigen, wie schnell batterieelektrische Nutzfahrzeuge in Zukunft aufgeladen werden könnten.
Die Fahrzeugbatterien wurden innerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Frist auf 80 % oder vollständig aufgeladen Fahrer- Rastpausen von 30 bis 45 Minuten, die für den Fernverkehr vorgesehen sind, auf 80 % oder vollständig aufgeladen. Das MCS-Ladesystem hebt die Ladeleistung von Elektro-Lkw auf ein neues Niveau.
Mit der Demonstration zeigten die beteiligten Unternehmen eindrucksvoll, wie schnell und unkompliziert das Laden von E-Lkw in Zukunft funktionieren kann. Damit zeigt die Industrie aufs Neue, dass sie nicht nur bereits innovative, leistungsfähige klimaneutrale Nutzfahrzeuge produziert, sondern in allen Bereichen die Transformation hin zur E-Mobilität entschlossen vorantreibt.
Die Demonstration bietet die Möglichkeit, die Interoperabilität weiter voranzutreiben und die Technologie auf einen breiten kommerziellen Einsatz vorzubereiten. Zugleich können Kunden aus erster Hand erleben, wie sich das MCS-Laden in den realen Betriebsalltag integrieren lässt und den Umstieg auf batterieelektrische Fahrzeuge im Fernverkehr unterstützt.
Hochleistungstechnologie und intelligentes Energiemanagement
Die von Milence bereitgestellte Ladestation vereint modernste Ladetechnologie mit intelligentem Energiemanagement und zeigt, wie eine leistungsstarke Ladeinfrastruktur auch an Standorten mit begrenzter Netzkapazität eingesetzt werden kann.
Die Anlage nutzt das Megawatt-Ladesystem HYC1000 von Alpitronic, das eine Ladeleistung von bis zu 1.000 kW liefert. Ergänzt wirddie Lösung durch ein Batterie-Energiespeichersystem (BESS) vom Typ Pixii PowerBase XLP mit einer Leistung von bis zu 1 MW und einer Speicherkapazität von 2 MWh.
Auf- und Ausbau der Ladeinfrastruktur entscheidend
Das öffentlich zugängliche Ladenetz für schwere Nutzfahrzeuge wächst europaweit kontinuierlich. Milence nimmt dabei mit fast 40 bereits in Betrieb befindlichen Ladeparks in neun Märkten eine führende Rolle ein.
Bis Ende 2027 plant Milence, sein Netzwerk auf 70 Ladeparks auszubauen. Mehr als die Hälfte davon soll bereits MCS-Technologie unterstützen. Entscheidend sind nun die Skalierung und ein deutlich beschleunigter Ausbau.
 „Megawatt-Laden ist bereits heute für den Einsatz in der Praxis im Bereich des elektrischen Lkw-Verkehrs bereit. Auf der IAA TRANSPORTATION demonstrieren wir die Interoperabilität des Megawatt-Ladens bei Lkw verschiedener Hersteller und zeigen damit, dass die MCS-Technologie bereit ist, die nächste Phase des elektrischen Fernverkehrs zu unterstützen. Nun muss Europa den Ausbau der Ladeinfrastruktur entlang seiner wichtigsten Güterverkehrskorridore beschleunigen und ausweiten, damit diese Technologie ihr volles Potenzial entfalten und den Übergang zu einem emissionsfreien Straßenverkehr unterstützen kann.“
Anja van Niersen, Vorstandsvorsitzende von Milence
„Die MCS-Ladetechnologie ist der Schlüssel zur Wirtschaftlichkeit und zur breiten Einführung von batterieelektrischen Lkw im Fernverkehr. Da die Ladezeiten kürzer sind als die Ruhepausen der Fahrer, ist der MAN eTGX tägliche Reichweiten von über 1.000 Kilometer innerhalb derselben Arbeitszeit wie ein Diesel-Lkw. Seit Juli rüstet MAN die MCS-Ladetechnologie serienmäßig für Kunden ein, die diese frühzeitig nutzen möchten. Indem wir den IAA Besuchern einen praktischen Einblick in das Megawatt-Laden, leisten der VDA und Milence einen wichtigen Beitrag zur erfolgreichen Markteinführung von MCS und zum Erfolg der umfassenden Elektrifizierung des Straßengüterverkehrs“, sagt Jürgen Wagner, Senior Vice President Engineering Vehicle & External Engines bei MAN Truck & Bus.
Stina Fagerman, Präsidentin von Mercedes-Benz Trucks, Kundenregion Europa: „Die Transformation des Straßengüterverkehrs kann nur durch ein flächendeckendes, leistungsstarkes Ladenetz erreicht werden. Mit dem eActros 600 beweist Mercedes-Benz Trucks bereits, dass der batterieelektrische Fernverkehr für den Praxiseinsatz bereit ist und den Kunden greifbare Vorteile in ihrem Tagesgeschäft bietet. Wir begrüßen daher die Initiative des VDA und Milence die MCS-Technologie auf der IAA Transportation präsentieren, da dies ein entscheidender Faktor für den weiteren Ausbau der Elektromobilität im Fernverkehr sein wird.“
Lars Gustafsson, Senior Vice President und Leiter des Bereichs Solutions Management bei Scania:  „Der Übergang zum elektrischen Fernverkehr erfordert Ladelösungen, die Leistung, Sicherheit und zuverlässige Leistung vereinen. Mit 1.000 Ampere und 750 kW als Ausgangsbasis verfügt MCS über das Potenzial, im Zuge der technologischen Weiterentwicklung die 3-MW-Marke zu überschreiten. Scania gehört zu den ersten Lösungsanbietern, die die neuesten Cybersicherheitsanforderungen zwischen Fahrzeug und Ladegerät vollständig umsetzen. Die fortschrittliche Batterietechnologie und die aktive Kühlung von Scania gewährleisten ein stabiles Laden sowohl bei heißen als auch kalten Bedingungen. Durch Nutzung Erfahrungen aus der gesamten TRATON GROUP und den Einsatz eigener Software trägt Scania dazu bei, eine reibungslose Interoperabilität und zuverlässige Verfügbarkeit für die Kunden zu gewährleisten.“
VDA-Geschäftsführer Jürgen Mindel betonte: „Die Branche übernimmt eine Vorreiterrolle beim Ausbau der Elektromobilität im Nutzfahrzeugsektor und zeigt, was bereits heute möglich ist. Dies wird auch durch den Praxistest zum MCS-Schnellladen deutlich, den Milence gemeinsam mit Daimler Truck, MAN Truck & Bus und Scania auf der IAA TRANSPORTATION durchführt.
Die Politik muss nun nachziehen: Bis 2030 werden europaweit rund 35.000 öffentlich zugängliche MCS-Schnellladestationen benötigt. Derzeit gibt es in der gesamten EU lediglich 730 Ladestationen mit einer Mindestladeleistung von mehr als 350 kW, die ausschließlich für schwere Nutzfahrzeuge vorgesehen sind. Deshalb muss der Ausbau der Ladeinfrastruktur sowie des Stromnetzes nun oberste Priorität haben.“








